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Montag, 22.07.2024
Der Bahnhof von der Stra├čenseite noch im Bau - rechts im Hintergrund die Kappel Gro├čer Menschenauflauf bei der Einweihung Das Plakat zur Er├Âffnungsfeier Eine Lok vor dem Bahnhof Eine alte Postkarte um 1914
Der Bahnhof Selb-Pl├Â├čberg
Der Bahnhof Selb Untere Stadt
Der Bahnhof Selb Stadt 1914
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Der Niedergang
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G├╝terverkehr, Werksbahnen und Gleisanschl├╝sse
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Der Bahnhof Selb Stadt 1914
Aufgrund des wachsendes Verkehrs und dem Bedarf einer Direktverbindung in Richtung Wunsiedel und Marktredwitz kam es zum Bau der Lokalbahn von Selb nach Holenbrunn (an der Hauptstrecke von Hof ├╝ber Marktredwitz nach Regensburg). Mit dem Bau dieser Lokalbahn ging die Verlegung des Bahnhofsareals in den Norden der Stadt einher. Damit beginnt die neuere Geschichte der Eisenbahn in Selb. Die Lokalbahn nach Holenbrunn wurde am 1. Mai 1914 er├Âffnet. Das f├╝r eine Nebenbahn sehr repr├Ąsentative Empfangsgeb├Ąude des Bahnhofes wurde vom Architekten Professor Fritz Klee konstruiert und ist bis auf einige wenige Details heute noch original erhalten. Es steht unter Denkmalschutz.
Die sehr umfangreichen Gleisanlagen des Bahnhofs Selb Stadt erstreckten sich ehemals ├╝ber eine L├Ąnge von ca. 700 m. Sechs Bahnhofsgleise mit Nutzl├Ąngen bis zu 283 m lagen vor dem Empfangsgeb├Ąude. Dabei lag Gleis 6 entlang einer Freiladerampe und war an seinem ├Âstlichen Ende ├╝ber eine Weichenverbindung an eine Kopframpe angeschlossen. Gleis 1 lag in westlicher Richtung vom Empfangsgeb├Ąude wegf├╝hrend an der Rampe der neuen G├╝terabfertigung. Die originale G├╝terhalle wurde im Zweiten Weltkrieg zerst├Ârt. In seiner weiteren Fortsetzung endete Gleis 1 im Ausziehgleis des G├╝terbahnhofes, nun als Gleis 9 bezeichnet. Dieses Gleis 9 wurde erst 1952 zusammen mit dem Bau des Stellwerks errichtet.
Der G├╝terbahnhof bestand aus sechs Lade-, bzw. Abstellgleisen mit bis zu 165 m Nutzl├Ąnge. Als Zusatzausr├╝stung waren in Gleis 10 eine Stra├čenrolleranlage eingebaut, von wo aus G├╝terwaggons haupts├Ąchlich f├╝r die sogenannte "Papierm├╝hle" (eine am Selbbach gelegene Papierfabrik) aufgeladen wurden. Au├čerdem waren noch ein Ladema├č (Gleis 11), eine Gleiswaage (Gleis 14) sowie ein ├ťberladekran (Gleis 14) vorhanden.
Eine weitere Stra├čenrolleranlage, im Volksmund auch "Culemeyeranlage" genannt, wurde um 1960 im Gleis 6b angelegt. Von hier aus wurden G├╝terwagen zur Firma Bohemia Cristal, der fr├╝heren Porzellanfabrik Krautheim, zugestellt. Diese Art der Wagenzustellung wurde in Selb als einer der letzten Stra├čenrollerbetriebe Deutschlands erst im Jahr 1995 eingestellt. Die gro├če Unterstellhalle f├╝r die Kaelble-Zugmaschine des "Culemeyers" existiert heute noch oberhalb des ├Âstlichen Bahnhofkopfs. Unterhalb dieser Halle befanden sich zudem noch zwei Tanks├Ąulen f├╝r Diesellokomotiven, die Anfang der 90er Jahre entfernt wurden.
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