Frankenpost, Ausgabe Selber Tagblatt vom 18.05.10

Weitere Fördermittel für den Lokschuppen
DIE OBERFRANKEN- UND DIE LANDESSTIFTUNG GEBEN MITTEL FREI.

Selb - Mit der Oberfrankenstiftung und der bayerischen Landesstiftung beteiligen sich nun zwei weitere Zuschussgeber am Projekt Lokschuppen Selb. Dies teilt der Vorsitzende des Modell- und Eisenbahnclubs Selb-Rehau, Dietmar Föhst, mit. Bereits Ende 2009 erhielt der Verein die Förderzusage des Freistaats Bayern aus dem Entschädigungsfonds. Im März 2010 sagte dann der Stiftungsrat der Oberfrankenstiftung einer Förderung von 100 000 Euro für die Renovierung des Denkmals Lokschuppen zu. Und nun ist auch der Förderbescheid der bayerischen Landesstiftung über 40 000 Euro eingetroffen. Die bayerische Landesstiftung fördere unter anderem Erhaltungsmaßnahmen an bedeutenden Bau- und Kulturdenkmälern, so Föhst. Im Jahre 2004 hatte der Verein die umfassende Sanierung des seit 1997 unter Denkmalschutz stehenden Lokschuppens Selb begonnen. Diesen hatte der Modell- und Eisenbahnclub Selb-Rehau mitsamt des alten Selber Bahnbetriebswerkes im Jahr 2003 von der Deutschen Bahn gekauft. Zuerst wurden das desolate Dach sowie die Außenfassade saniert. Es folgte das Stellwerk Selb. Stets seien der damalige erste und zweite Bauabschnitt in enger Absprache mit dem Landesamt für Denkmalschutz durchgeführt worden, sollte doch der Denkmalschutz bei der Umwandlung des Bahnbetriebswerkes in ein regionales Eisenbahnmuseum beachtet werden, heißt es in der Mitteilung. Mit der 2007 abgeschlossenen Innensanierung des Stellwerks Selb könne man nun auf ein kleines Schmuckstück blicken, das in der Region seinesgleichen suche, so Föhst. Die Bedeutung der hohen Fördersummen sei nicht groß genug einzuschätzen, so Vorsitzender Dietmar Föhst. Die Finanzierung des dritten Bauabschnitts sei nämlich somit beinahe gesichert. Jetzt soll der Wohnanbau des Lokschuppens saniert werden und auch die Lokhalle werde museal ausgebaut. Langfristiges Ziel sei neben der Instandsetzung des vierständigen Lokschuppengebäudes und der Aufarbeitung des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Selb auch die Erlangung eines Gleisanschlusses.



Frankenpost, Ausgabe Selber Tagblatt vom Dienstag, 02.02.10

DRITTER BAUABSCHNITT DES LOKSCHUPPENS GESICHERT



Selb - Seit über einem Jahr bereitet der Verein Lokschuppen Selb (früher Modell- und Eisenbahnclub Selb-Rehau) den nächsten Bauabschnitt zur Sanierung des Lokschuppens in Selb vor. Bereits 2004 begannen die Aktiven mit dem ersten Bauabschnitt. Angegangen wurde die Außenfassade des Lokschuppens sowie in der nächsten Bauphase die umfassende Renovierung des Stellwerks Selb Stadt. So wurde beispielsweise das Dach des Lokschuppens neu gedeckt, sämtliche Hallenfenster erneuert und die Außenfassade zum Teil verputzt und versiegelt. Das Stellwerk wurde 2007 fertiggestellt. Seitdem können die Besucher auf ein kleines Schmuckstück blicken, ist doch das alte Fahrdienstleiterstellwerk von Selb nun im originalen und musealen Zustand restauriert. Dies wurde durch Fördermittel ermöglicht, die der Freistaat Bayern, die Oberfrankenstiftung, der Landkreis und die Stadt Selb bereitstellten. Jetzt muss der dritte Bauabschnitt folgen - die Innensanierung des Lokschuppens und museale Gestaltung des Außengeländes. Der Erfolg kam als Weihnachtsgeschenk. Wie Dietmar Föhst, Vorsitzender des Vereins Lokschuppen, mitteilt, kam just am Heiligen Abend der Förderbescheid vom Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst bei ihm an. Die über 150 000 Euro stammen aus dem Entschädigungsfonds der obersten Denkmalschutzbehörde und sind zweckgebunden für die Instandsetzung des Industriedenkmals Lokschuppen Selb gedacht. Wie Föhst erläutert, seien noch einige Förderanträge offen, "aber wir sind zuversichtlich". Ganz ohne Spendengelder werde der Verein aber nicht auskommen. "Hier sind wir auf öffentliche Spendenaktionen angewiesen, welche momentan in Vorbereitung sind", so Föhst. Dies bedeute viel Arbeit in den kommenden Wochen, denn der Baubeginn wurde auf Mitte Februar gelegt. Begleitet wird die Maßnahme von Gerhard Plaß vom gleichnamigen Architekturbüro in Thiersheim und von Dr. Kahle, dem Gebietsreferent des Landesamtes für Denkmalschutz in Bamberg. Vor dem Außengelände steht nach Aussage von Föhst der Lokschuppenanbau auf der Arbeitsliste. Denn die Räume im Wohnanbau sind in einem desolaten Zustand. Bereits 2009 wurden diese teilweise rückgebaut, bis auf einen kleinen Sozialraum. Jetzt beginnt die Suche nach der originalen Wandfarbe und nach Resten aus der "guten alten Zeit". "Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Lokschuppen mitsamt Wohnanbau und Halle so original wie möglich zu restaurieren. Trotzdem wird auf moderne Versorgungsleitungen - Wasser und Strom - natürlich nicht verzichtet", erläutert der Vorsitzende. Die Stromversorgung der Lokhalle werde neu installiert, auf die Entfernung der Rauchflecken an der Wand soll aber weitestgehend verzichtet werden, "denn das macht die Atmosphäre im Lokschuppen ja aus. Leider gibt es aber erhebliche Schäden, sodass wir um eine Neugestaltung nicht herumkommen. Wahrscheinlich 2011 wird es dann mit dem Außengelände so richtig losgehen. Mit unserer 16-Meter-Drehscheibe liegt dann wohl der schwerste Brocken vor dem Verein." Die bisherigen Planungen und die Auflagen des Staatsministeriums sehen einen Förderzeitraum für den dritten Bauabschnitt von zwei Jahren vor. "Auch daran sieht man, dass wir nun die Arbeiten angehen müssen, um zügig zu einem Erfolg zu kommen", so der Vereinsvorsitzende abschließend. .



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